Die EDV richtig auswählen MaRisk Anforderung erfüllen ?
Aktuell wird viel über MaRisk und die Anforderungen für die Leasinggesellschaften und Banken diskutiert. Viel wird geschrieben und dokumentiert, aber wer prüft eigentlich die EDV-Systeme die in der Branche genutzt werden? Checklisten abhaken allein genügt hier nicht. Viele Softwarehäuser, klagen über die hohen Anforderungen und versuchen Kosten mit Offshore-Programmierung zu sparen. Nach einer Untersuchung sind es aber nicht die Anforderungen der Kunden die zu höheren Entwicklungskosten führen, sondern die Inkompetenz auf der Entwicklungsseite. Mangelndes Verständnis für Datenbankstrukturen sind der Hauptgrund für schlechte Software. Auf der Entwicklerseite hören wir oft den Spruch „Ich schreibe meinen Code und was die Datenbank damit macht, interessiert mich nicht mehr“ Im Ergebnis entstehen auf diese Weise Anwendungen die immer weniger Anforderungen erfüllen können und 90 % des geschriebenen Codes überflüssig sind. Speziell im Finanzdienstleistungsbereich sind die Softwarekosten unverhältnismässig hoch, nicht weil die Materie zu kompliziert ist, nein weil Sachverhalte neu erfunden werden, für die es schon längst eine Lösung gibt. Aus dieser Erkenntnis heraus, kann man die Leistungsfähigkeit einer Software allein aus dem Datenmodell ablesen ohne die Anwendung selbst zu kennen. Eine professionelle Softwareauswahl enthält daher immer eine fachliche und technische Datenbankanalyse.
Oft beschworene Workflows sind eher ein Zeichen für mangelnde Entwicklungskompetenz und fehlende Funktionalität. Laut interner Statistik werden Anwendungen mit Workflows häufiger abgelöst als vergleichbare Lösungen ohne Workflow-Unterstützung.
Wirklich neue Softwarelösungen sind damit solche, die ein neu überarbeitetes Datenmodell gegenüber der Vorgängerversion vorweisen können. Die Kosmetik einer neuen Entwicklungsumgebung oder die rein technische Erneuerung einer Software reicht nicht aus. Die Technik selbst ist bei einer Entwicklungszeit von mehr als 2 oder 3 Jahren schon überholt bevor die erste Programmversion verkauft wird und kein Gradmesser für eine „gute“ oder „moderne“ Software. Nur was hinter der Fassade also dem Fundament einer Software neu gemacht wird ist als Gradmesser tauglich. Merke: „Ein altes Haus wird nicht besser mit neuem Putz; es bleibt ein altes Haus“